06.03.2010
Jansen-Tor entscheidet enges Spiel
Ein Treffer von Marcell Jansen (Bild) - schon sein achtes Tor in den letzten vier Monaten - sicherte dem HSV heute eminent wichtige drei Zähler im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin. "Häufig haben wir nach den Spielen mit leeren Händen dagestanden und uns gegrämt, dass wir die Partie eigentlich kontrolliert haben", sagte Trainer Bruno Labbadia nach dem knappen 1:0. "Nun freuen wir uns einfach über einen sehr wichtigen Heimsieg. Es heißt: Mund abwischen und in die nahe Zukunft schauen."

Dabei begannen die Rothosen engagiert und offensiv. So waren allein in den ersten fünf Minuten Jansen, Mladen Petrić und Zé Roberto in aussichtsreicher Position. Danach wurde es aber schwieriger für die Hausherren, sich in die gefährliche Zone zu kombinieren. Trotzdem ging der HSV fünf Minuten vor der Pause in Führung, als Eljero Elia eine Chance für Tunay Torun einleitete. Der Stürmer wurde möglicherweise elfmeterreif gestoppt, doch es gab keine Diskussionen über diese Szene, weil der Ball zu Jansen kam, der cool zum 1:0 verwandelte.

"Wir haben es phasenweise sehr gut gespielt, haben Hertha von unserem Tor fern gehalten und verdient geführt", sagte David Rozehnal nach dem Abpfiff, fügte jedoch an: "In der zweiten Halbzeit aber kam der Gegner noch einmal auf und wir mussten hinten einige Male in brenzligen Situationen klären." In der Tat kamen die Gäste aus Berlin, die ohnehin und wie erwartet besser spielten, als es ihr schlechter Tabellenplatz aussagt, nach der Wechsel immer besser ins Spiel.

Allerdings fehlten auf beiden Seiten die ganz klaren Torchancen. Ruud van Nistelrooy, der nach 64 Minuten für Petrić in die Partie kam, scheiterte in der letzten Minute an Torwart Jaroslav Drobny - so blieb es am Ende beim engen Resultat. "Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Heimerfolg", sagte Joris Mathijsen über den Dreier, der Platz vier verteidigte.
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