|
| | | | 10.03.2010 | | Labbadia wünscht sich "gute Ausgangsposition" | Mit dem RSC Anderlecht verbindet man beim Hamburger Sport-Verein eine schöne Erinnerung: Am 11. Mai 1977 siegten die Rothosen gegen den Brüsseler Vorortverein im Finale des europäischen Pokalsiegerwettbewerbs mit 2:0. Doch in solchen Erinnerungen zu schwelgen, bringt den HSV auch keine Runde weiter. Letztlich wollen die Hamburger am 12. Mai dieses Jahres nicht nur Gastgeber, sondern auch Teilnehmer am Europa-League-Finale sein: "Mit Anderlecht wartet ein schwerer Gegner auf uns. Aber wir werden versuchen, gleich im Hinspiel eine gute Ausgangsposition zu schaffen und zeigen, dass wir in den internationalen Fußball gehören", so Trainer Labbadia.
"Mit dem 16 Jahre alten Romelo Lukaku hat Anderlecht eines der größten Talente Belgiens oder sogar der Welt in seinen Reihen", warnt Ruud van Nistelrooy direkt einmal vor dem morgigen HSV-Gegner. Der RSC Anderlecht ist überdies nicht nur 29-maliger Landesmeister, sondern auch seit geraumer Zeit wieder Tabellenführer in der belgischen Jupiler Pro League. Im Sechzehntelfinale schalteten die Belgier zuletzt den Athletic Club Bilbao relativ deutlich aus. Dass Anderlecht "ein schwerer Gegner" ist, weiß Bruno Labbadia sowieso: "Was anderes hat man im Achtelfinale der Europa League auch nicht zu erwarten, das ist Spitzenfußball", erklärt der Coach. "Wir bereiten uns gut auf diese Partie vor, können wieder Spieler einsetzen, die zuletzt noch verletzungsbedingt gefehlt haben."
Einer dieser wieder genesenen Hoffnungsträger könnte Ruud van Nistelrooy sein. Der Niederländer brennt auf weitere Einsatzminuten und möchte diese möglicherweise von Beginn an sammeln - wenn ihm der Oberschenkel keine Probleme mehr bereiten sollte: "Ich muss Geduld haben, das weiß ich auch. Vom Herz her bin ich aber ein Fußballer, der natürlich von Anfang an spielen will", zeigt sich der 33-Jährige kämpferisch. Gut sieht es bei Sorgenkind Marcus Berg aus. Der Schwede trainierte diese Woche nach überstandener Grippe wieder voll mit, und auch Mladen Petrić hat seine Magenverstimmung überwunden. Eng wird es hingegen erneut bei Jerôme Boateng, der am einer Oberschenkelzerrung laboriert. Der Nationalverteidiger musste deswegen schon am Samstag gegen die Hertha passen.
HSV-Verteidiger David Rozehnal spielte von 2003 bis 2005 beim FC Brügge in Belgien und kennt den morgigen Gegner bestens. Anderlecht sei "ein großes Team in Belgien. Auch international gehören sie zum elitären Kreis, bringen immer wieder gute Resultate." Laut Rozehnal sei es ganz besonders wichtig, bereits morgen im Heimspiel (Anstoß: 19.00 Uhr) eine gute Ausgangslage zu schaffen: "Wenn es uns gelingt, eine ähnliche Leistung wie im Hinspiel gegen die PSV Eindhoven abzuliefern, haben wir eine gute Chance, im Rückspiel den Einzug ins Viertelfinale perfekt zu machen. Nicht nur für mich als Abwehrspieler wird es am Donnerstag besonders wichtig sein, ein Gegentor zu vermeiden. Sollten wir dann noch ein oder zwei eigene Tore machen, wäre die Ausgangslage sicher sehr gut."
|
|
| | | | | |
|